Archiv der Kategorie: Kosmetik – Mach sie selbst

Aloe Vera – Wundermittel aus der Natur

Voller Freude habe ich heute wieder mal meine Aloe Vera Planzen bemuttert. Ich scheine  ein besonderes Talent dafür zu haben dass diese immer mehr werden! 😉

Das hat mich dazu inspiriert mich mit dem Thema näher zu beschäftigen und besonders die Verwendung dieser Planzen zu studieren. Jeder hat schon von Aloe Vera gehört, div. Kosmetik Konzerne werben mit schönen Bilder auf der Verpackung für Feuchtigkeit, Straffe Konturen und für die Gesundheitsfördernden Eigenschaften der Pflanze. Leider wie so oft ist der tarsächliche Anteil der Pflanze in den Produkten relativ gering. Um das volle Potenzial der Wirkstoffe auszunutzen sollte man sich am besten eine Pflanze anschaffen, hegen und pflegen und dann für die eigene selbstgemachte Kosmetik verwenden! Wie das geht erfährt ihr natürlich gleich hier!

Kleine Pflanzenkunde und Pflege

Aloe Vera ist ein Liliengewächs eine Wüstenpflanzen und kommt in der Natur vorwiegen in den Tropen (Kuba, Yucatan …) vor. Die Pflanze ist unempfindlich in der Pflege! Also auch für den Gartenlaien leicht zu kultivieren. Bei den großen Planzen wachsen immer wieder kleine Schösslinge nach, diese setzte ich im Frühjahr in eine leichte Garten/Blumenerde in einzelne kleine Töpfe um und stelle sie an einen Halbschattigen Platz im Garten, wo sie in Ruhe anwachsen können. Gegossen wird nur mäßig,also wirklich nur wenn die Erde völlig trocken ist. Meine Erfahrung ist das die Pflanzen Volle Sonne schlecht vertragen, deshalb besser einen Platz im Schatten wählen.

Im Winter wandern die Pflanzen dann ins Haus, an einem hellen kühlen Standort. Wichtig: Je kühler der Platz desto weniger gießen, da sonst Fäulnisgefahr besteht!

Verwendung

Verwendet wird das Fruchtfleisch der Pflanze, das durchsichtige klare Gel, nicht aber der etwas gelbliche Pflanzensaft der gleich nach dem Abschneiden austritt. Dieses Harz wie es in Fachkreisen genannt wird, wirkt bei innerlicher Anwendung abführend und Reiz die Haut. Ich verwende nur die Blätter der ältesten Pflanzen, da laut Studien die vollen Wirkstoffe erst in 5 Jahre alten Planzen voll entwickelt werden.

Das Gel kann gleich frisch verwendet werden z.B. innerlich zu einem Smoothie, direkt auf die Haut als Erfrischung im Sommer oder zur schnellen Hilfe bei Sonnenbrand, als Maske pur oder gemischt mit Heilerde, Topfen…. die Verwendungsweisen sind unendlich. Für spätere Kosmetische Verwendung kann das Gel aber auch konserviert werden. Wie das geht erfährt ihr gleich im Anschluss.

Möglich ist es auch nur einen Teil des Blattes zu verwenden und den Rest im Kühlschrank aufzubewahren. (Haltbarkeit im Kühlschrank ca. 7 – 10 Tage)

Ernten der Pflanze

  1. Eines der unteren Blätter der ältesten Pflanze mit eine scharfen Küchenmesser abschneiden.
  2. Diese Blatt oben ebenfalls abschneiden und min. 1 Stunden in ein Glas stellen damit das Harz abfließen kann. Das Harz erkennt man an seiner gelblichen Farbe. Es kann aber sein das sehr wenig Harz im Blatt vorhanden ist, das war diesmal bei mir der Fall vielleicht liegt das an der Jahreszeit.
  3. Blatt an der runden Seite schälen, da das Gel dann leichter abzuschaben ist.
  4. Gel weiterverarbeiten z.B. zu einem leckeren Smoothie oder einem Erfrischendem Gesichtsfluid

 

Konservierung des Gels

Ihr braucht:

  • 10 Tropfen Biocons
  • 50 ml Hydrolat eurer Wahl oder destilliertes Wasser
  • Aloe Vera Gel von einem größerem Blatt
  • 96% Alkohol zum desinfizieren des Schraubglases
  1. Biocons, Hydrolat und Aloe Vera Gel in einen Standmixer geben und pürieren. Das ganze funktioniert natürlich auch mit einem Stabmixer… 😉
  2. Schraubglas mit 96% Alkohol desinfizieren (kleine Menge Alkohol ins Glas geben und Schütteln) Gel in das Schraubglas füllen und beschriften. Haltbarkeit im Kühlschrank ca. 1 Monat.

Das konservierte Gel verwende ich nur für die äußerliche Anwendungen. (z.B. Erfrischendes Gesichtsfluid )

Viel Spass & Alles Liebe!

Silvia

 

 

 

Disclaimer: Aus rechtlichen Gründen, muss ich darauf hinweisen, dass ich weder Mediziner noch Kosmetikerin bin. Ich gebe nur meine Erfahrungen über Wirkungsweisen und Eigenschaften weiter. Wenn ihr meine Rezepte nachmacht, tut ihr das auf eigenen Gefahr. Meine Beiträge dienen der Information und stellen keine Heilversprechen dar bzw. ersetzten sie keine Diagnose durch einen Arzt oder Therapeuten.

Badepralinen – Erkältungsbad

Ich habe gestern mal wieder experimentiert, hier ist das Ergebnis zweifarbige Badepralinen. Eine Neue Sorte – mit Pfefferminz, Rosmarien, Tigerbalsam wenn man Erkältet ist und richtig Durchatmen will oder auch als erfrischende Fußbad, für die nächste Pediküre zuhause.

Ihr mischt zum Grundrezept das findet ihr hier (Badepralinen) einfach verschiedenste Kräuter die bei einer Erkältung oder auch für die Füße besonder wohltuend sind.

Wichtig hier, Tiegerbalsam bitte teste hier die Menge, es ist entscheidend welche Qualität verwendet wird, besser etwas weniger als zu viel verwenden und wenn nötig noch nach dosieren.

Hier die Kräuter und Ölmischung:

  • 1EL Pfefferminzblätter
  • 1EL Kamillentee oder Blüten
  • 1EL Rosmarien gemahlen
  • 1/2 MS Tigerbalsam
  • 10 Tr. Pfefferminzöl
  • 10 Tr. Teebaumöl
  • kleine Messerspitze grünes Kosmetikpigment für die Farbe (Optional)

Mischt die Kräuter mit dem Grundrezept Badepralinen und ab damit in die Silikonformen, dann noch 24 Stunden aushärten lassen und fertig sind die kleinen Badewunder! 🙂

 

Ich wünsche euch viel Freude damit! 🙂

Alles Liebe!

Silvia

Disclaimer: Aus rechtlichen Gründen, muss ich darauf hinweisen, dass ich weder Mediziner noch Kosmetikerin bin. Ich gebe nur meine Erfahrungen über Wirkungsweisen und Eigenschaften weiter. Wenn ihr meine Rezepte nachmacht, tut ihr das auf eigenen Gefahr. Meine Beiträge dienen der Information und stellen keine Heilversprechen dar bzw. ersetzten sie keine Diagnose durch einen Arzt oder Therapeuten.

Erfrischendes Gesichtsfluid

Vor ein paar Jahren war ich in einem Kosmetiksalon, hier habe ich mir eine Gesichtsbehandlung machen lassen. Eineinhalb Stunden abschalten bedeutet das für mich, nur leider wie fast bei jedem Besuch in solchen Salons, ist man später un einige Produkte reicher. Hier ging ich nun mit einem Gesichtsfluid mehr nachhause, das trägt man nach dem klären mit Gesichtswasser auf die Haut auf. Kein schlechte Sache, macht die Haut irgenwie weicher und ebenmäßiger und die Falten scheinen auch weniger aufzufallen. Aber das wird eher damit zusammen hängen, dass man sich hier noch mehr Gutes tut, denke ich. 😉

Auf jeden Fall habe ich mich an Fluids gewöhnt und möchte nun diesen extra Schritt am Morgen nicht mehr missen, um das mit einem natürlichen Produkt zu tun, wo ich vor allem die Inhaltsstoffe kenne, habe ich mir hier eine Fluid nach meinem Vorlieben gebastelt. Mein Rezept ist mit drei verschieden Hydrolaten, von Pflanzen die ich besonders gerne habe. Wie alle meine Rezepte kann auch dieses abgewandelt werden, z.B mit nur einem Hydrolat (Rose, Melisse, ect.) oder statt Hydrolat mit einem Kräuter-sud. Nur sollte man hier dann die begrenzte Haltbarkeit beachten!

Wichtig ist hier auch immer sehr sauber zu arbeiten, am besten alle Arbeitsmaterialien mit 98% Alkohol reinigen, das verlängert die Haltbarkeit des fertigen Produktes immens!

Rezept Gesichtsfluid

Zutaten

  • 1,25 g Xanthan
  • 5 g Aloe Vera Gel
  • 25g Pfefferminzhydrolat
  • 25g Melissenhydrolat
  • 25g Rosmarienhydrolat
  • 5 Tr. Vitamin E
  • 10 Biokons
  • 3 Tr. Sandornfruchtfleischöl

Alle flüssigen Zutaten in ein großes Becherglas geben und mit dem Stabmixer oder Milchaufschäumer mixen, dann das Xanthan untermischen und gut durchmixen. Es entsteht ein Gel, das leicht auf die Haut aufzutragen ist und schnell einzieht. Das Gel in eine sauberes, desinfiziertes Gefäß (z.B. Pumpflasche) füllen und beschriften.

 

Viel Freude damit!

Alles Liebe!

Silvia

DIY – Lippenbalsam

Letztens habe ich mir mal die Inhaltsstoffe von so einem Lippenpflegestift angesehen, ich will hier jetzt nicht sagen welchen aber auf jeden Fall die bekannteste Marke. Schon ein Horror was man sich hier alles auf die Haut schmiert, noch dazu auf die Lippen, da kann man die Chemie ja gleich essen. Deshalb dachte ich es ist Zeit mein Lieblingsrezept für einen Handlichen und Gesunden Lippenpflegestift zu posten.

Der Clou an der Geschichte, mein Rezept ist mit echter Melisse und Melisse hat Inhaltsstoffe die nachweislich gegen Herpes wirken. Also nicht nur Pflege sondern auch schnelle und Natürliche Hilfe gegen Herpes. Melisse gilt in der Aromatherapie als ausgleichend, stärkend, antibakteriell…und sie richt einfach gut! 😉

Die Öle im Rezept können beliebig je nach Wunsch ausgetauscht werden! Ich habe einfach einen Faible für Avocadoöl, aber das Rezept funktioniert genauso nur mit Olivenöl .. Wenn ihr andere Öle verwendet, solltet ihr aber darauf achten das es sich um ein Öl handelt das nicht schnell ranzig wird.

Das Rezept reicht für 10 Stück Lippenstifthülsen, diese bekommt ihr in div. Onlineshops für Kosmetikbedarf.

Warum gleich 10 Stk. – dieser Pflegestift ist sehr lange haltbar und eignet sich ja auch sehr schön zum verschenken – Vielleicht für die Beste Freundin, Schwester… 🙂

Zudaten: 

  • 25g Bienenwachs
  • 5g Lanolin
  • 5g Kokosöl
  • 20g Avocadoöl
  • 35g Ölivenöl
  • 5g Calendula Tinktur
  • 10 Tr. Melisse echt
  • 5 Tr. Minze grün

Bienewachs, Lanolin und Kokosöl über dem Wasserbad schmelzen. Die Öle und Tinktur untermischen, wenn die Masse etwas abgekühlt ist die Ätherischen Öle dazu geben. Zügig Arbeiten da hier der Wachsanteil sehr hoch ist, wird der Balsam sehr schnell fest. Falls es doch einmal passiert das die Masse bereits angedickt ist, nochmal kurz über dem Wasserbad verflüssigen. Die noch flüssige Masse in die Lippenstifthülsen füllen und mind. 24 Stunden abkühlen lassen.

Ich habe mir dann noch im Word schöne Etiketten gebastelt.. und diese mit Klebeband auf den Hülsen angebracht.. 🙂

Viel Freude damit!

Eure Silvia

Monoi Pfefferminz Creme

Kennt ihr Monoi Öl? Nein, solltet ihr aber! Monoi Öl oder Monoi Tiare de Tahiti ist ein Mazerat aus der Tiare Blüte in Kokosöl. Ein Öl mit einem Traumhaften Duft der an die Südsee erinnert! Es ist mit nichts vergleichbar! Ich bin Süchtig danach!

Deshalb habe hier eine Rezept für eine besondere Creme/Lotion kreiert, deren Duft dich in die Südsee entführt! Die Creme eignet sich als Körperlotion sowie als Gesichtspflege, ist also eine absoluter Allrounder!

Hier ein paar Tipps zur Creme Herstellung:

  • So Sauber wie möglich arbeiten, ich habe eine Sprühflasche mit 96% Alkohol mit diesem desinfiziere ich alle Arbeitsmaterialien und Flächen, bevor ich mit der Cremeherstellung beginne. (Wem schon einmal eine Creme Schimmlig wurde, der weiß warum 😉 )
  • Ihr benötig eine genaue Waage, Milchaufschäumer, Wasserbad, 2 Marmelade Gläser, Tortenspatel, kleine Löffel, Küchenrolle, Gefäße für die fertige Creme.
  • Wichtig ist auch Gute Laune – Dir sollte es einfach Gut gehen! Kein Spaß jetzt, das ist wichtig! Wenn es dir nicht gut geht, kann es auch sein das deine Creme misslingt! Ist mir tatsächlich schon passiert! Hat was mit Schwingungen zu tun!
  • Grundsätzlich gilt nicht zu heiß arbeiten, die Fette also sofort wenn sie geschmolzen sind aus dem Wasserbad nehmen.
  • Kaufe Zutaten aus einem Shop deines Vertrauens! Am besten Bio Qualität! Bei folgende Shops kaufe ich gerne ein, die Abwicklung ist schnell und einfach und ihr bekommt so gut wie alles was ihr benötigt: https://www.naturkosmetik-werkstatt.at und http://www.skincareonline.de

Rezept Monoi Pfefferminz Creme

Zutaten:

  • 15 g Avocado Öl
  • 5 g Sheabutter (raffiniert)
  • 5 g Monoi Öl
  • 7,5 g Montanov (Emulgator)
  • 75 g Pfefferminzhydrolat
  • 8 Tr. Hydrosol
  • 5 Tr. Grünteeextrakt
  • 5 Tr. Sandorn Fruchtfleisch Öl
  • 10 Tr. Vitamin ACE
  • 10 Tr. Biocons
  • 10 Tr. Ätherisches Öl Minze Grün
  • 5 Tr. Ätherisches Öl Melisse
  • optional eine Messerspitze Grünes Kosmetikpigment für die Farbe

Die ersten 4 Zutaten und das Kosmetikpigment in ein Glas abwiegen und in das vorbereitete Wasserbad stellen. Das Hydrolat ebenfalls in ein Glas abwiegen und in das Wasserbad stellen.

Wenn die Fette und der Emulgator geschmolzen sind, beide Gläser aus dem Wasserbad nehmen. Den Milchaufschäumer in die Fette geben und kurz durch mixen, nun langsam das Hydrolat zu den Fetten hinzugeben und weiter mixen. So lange mixen bis die Masse abgekühlt ist und eine homogene Creme ensteht. Wenn die Creme nur mehr lauwarm ist, die Wirkstoffe (Zutaten ab Hydrosol) hinzu geben. Nochmal gut durch mixen! Anschließend in die vorbereiteten Gefäße (Cremetigel, Lotionspender etc.) abfüllen.

Die Creme ist wunderbar sahnig cremig auf der Haut und ca. 3 Monate haltbar!

Also, lass dich entführen!

 

Kleine Warenkunde:

Avocado Öl – Dunkelgrünes Öl das aus der Avocadofrucht gewonnen wird. Es enthält viele Vitamine (A,B,D,E,H,K). Es ist unserem Hautfett sehr ähnlich, das macht es besonder wertvoll für die Hautpflege. Zudem hat es einen leichten Lichtschutzfaktor und eine leicht emulgierende Wirkung.

Sheabutter – wird aus der Nuss des afrikanischen Sheabaumes gewonnen. Hat einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren ebenfalls einen leichten Lichtschutzfaktor. Wichtig! Unraffinierte Sheabutter hat einen dominanten Eigengeruch! Deshalb empfehle ich raffinierte Sheabutter zu verwenden!

Monoi Öl – Mazerat aus der Tiare Blüte in Kokosöl. Traumhafter Duft – Das Öl gilt als traditionelles Schönheitsmittel in Taiti. 

Montanov 68 – Emulgator, biologisch abbaubar bestehend aus Cetylalkohol, Kokosöl und Stärke. 

Hydrolat – Nebenprodukt der Wasserdampfdestillation von Pflanzen – Hydrolate enthalten Ätherische Öle und Pflanzenbestandteile. 

Hydrosol – Wirkstoff , Pflanzenextrakt, Auszug aus einer Pflanzen in Glycerin

 

Disclaimer: Aus rechtlichen Gründen, muss ich darauf hinweisen, dass ich weder Mediziner noch Kosmetikerin bin. Ich gebe nur meine Erfahrungen über Wirkungsweisen und Eigenschaften weiter. Wenn ihr meine Rezepte nachmacht, tut ihr das auf eigenen Gefahr. Meine Beiträge dienen der Information und stellen keine Heilversprechen dar bzw. ersetzten sie keine Diagnose durch einen Arzt oder Therapeuten.

Badepralinen

Durch einen Lustigen Zufall kam ich auf Badepralinen, ich machte eine Zutaten Bestellung für die erste Seife die ich sieden wollte, ich war etwas verwirrt durch die Angaben auf der Händler Website und die Materialien klangen noch etwas kompliziert, auf jeden Fall wollte ich NaOH (Natriumhydroxid) bestellen. Die Überraschung war dann groß als ich für die Seife auf dem Balkon die Natronlauge anrühren wollte, ausgerüstet mit Schutzbrille die aussieht wie eine Taucherbrille, zugegeben die ist vom Baumarkt, sieht aber zur Freude meiner Nachbarn witzig aus, und mit extra langen Gummihandschuhen rührte ich die Lauge, die irgenwie keine Lauge werden wollte, das Pulver wollte und wollte sich einfach nicht auflösen…

Keine Lauge keine Seife, also ging ich meine Bestellung nochmal durch und befragte Google was ich bitte hier gekauft hatte und dann die Erleuchtung, ich hatte Natron (Natriumhydrogencarbonat) gekauft, das verwendet mann auch zum Kuchen backen. Kein Wunder das meine Lauge nichts wurde. 😉

Leider hatte ich jetzt 1kg Natron herumliegen, dass ich nicht mehr retour schicken konnte, so befragte ich wieder mal Google ob es hier nicht noch eine Andere Möglichkeit der Verwendung gibt, außer Kuchen backen. Das wäre ja ein Lebensvorrat an Backpulver…

Lange Rede, Kurzer Sinn ich fand eine Rezept für Badepralinen, ich Bade gerne mein bessere Hälfte auch, also warum nicht. So gleich macht ich mich daran und die Badepralinen wurden ein Traum. In Laufe der Jahre entwickelten sich Rezepte mit verschiedensten Farben, Düften und Materialien. Eines Davon möchte ich euch hier zeigen, es ist wirklich Einfach und schnell gemacht. Die Pralinen eignen sich sehr gut als Geschenk, vielleicht für die Mama zum nächsten Muttertag?

Zweifarbige Badepralinen 

Zutaten:

  • 300g Natron (Natriumhydrogencarbonat) 😉
  • 150g Zitronensäure
  • 75g Maisstärke oder Kartoffelstärke
  • 75g Kakaobutter

Für die Gelbe Farbe:

  • 1Tl Kurkuma
  • 1 Teebeutel Kamillentee
  • 1 Teebeutel Kräutertee
  • 2 Tl Ringelblumenblüten
  • 10 Tr. Äther. Melissen Öl
  • 5 Tr. Äther. Zitronen Öl
  • 10 Tr. Äther. Minze Grün Öl

Für die Lila Farbe

  • 1 Tl Lila Tonerde
  • 1 Tl Hibiskuspulver
  • 2Tl Rosenknospen
  • 10 Tr. Äther. Palmarosa Öl
  • 10 Tr. Äther. Bergamotte Öl
  • 10 Tr. Äther. Geranium Öl

3 Eiswürfelsilikonformen (IKEA Fund) oder andere Silikon Pralinenformen

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Natron, Stärke und Zitronensäure in ein Schüssel geben, die Kakaobutter über den Wasserbad verflüssigen. Die Zutaten für die zwei Farben extra in Schüsseln vorbereiten. Kakaobutter zu der Natron, Zitronensäure Stärke Mischung geben und gut durch mischen. Anschließend die Masse in zwei Schüsseln aufteilen, und jeweils die Zutaten für die Farben untermischen. Wir haben jetzt ein Schüssel mit Gelber Masse und eine mit Roter Masse.

Einen kleinen Teil Gelber Masse in die Formen drücken, gut andrücken damit die Pralinen später nicht zerfallen, anschließen einen Teil Roter Masse in die Form drücken. Hier auch wieder gut andrücken. Wenn die Gesamten Masse aufgebraucht ist die Formen an einen kühlen Ort 24 Stunden trocknen lassen.

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Nach dem Trocken die Pralinen aus den Formen lösen und wenn gewünscht in Pralinenpapiertütchen setzten. Ich bewahre die Pralinen in einem großen Gurkenglas mit Schraubverschluss auf, um das Aroma zu schützen.

Und jetzt Baden, genießen oder Mama schenken!  (1-2 Pralinen für ein Vollbad)

 

Hier ein kleiner Nachtrag, ich habe mal wieder experimentiert eine neue Variante Badepralinen – Erkältungsbad/Fußbad findet ihr hier Badepralinen – Erkältungsbad

Viele Freude damit! 🙂

Shampoo Bar – Zitrone

Bei  meiner Suche nach alternativen zu herkömmlichen Kosmetikprodukten, bin ich auf feste Shampoos gestoßen. Diese sind da fest wie Seife besonders ergiebig, und durch nicht benötigte Plastikverpackung auch noch umweltschonender.

Da ich gerne mit duftende Kräutern, Ölen und Naturmaterialien experimentiere haben sich in Laufe der Zeit einige interessante Rezepte daraus entwickelt. Eines davon, ein Shampoo für besonders schönes Glänzende Haar, findet ihr hier.

Die Babassubutter pflegt sprödes und trockenes Haar, der Honig ist das I -Tüpfelchen an Pflege und die Zitrone der Glanz Finisher 😉 (für die Veganer unter uns, ihr könnt den Honig getrost weglassen auch die Öle Pflegen schon sehr gut!)

Ein Shampoo Bar ist ein festes Shampoo, ähnlich einer Seife. Der Unterschied zur selbst gerührten Seife besteht hier, dass ein fertiges Tensid Sodium Cocos Sulfate (SCS) zur Herstellung verwendet wird. Das hat natürlich den Vorteil dass das fertige Produkt sofort nach 12 Stunden Trockenzeit verwendet werden kann. Es ist hier keine Reifezeit wie bei kaltgerührten Seifen notwendig. Natürlich handelt es sich hier um einen kleinen Kompromiss den man hier eingeht. Aber dieser wird durch das super Ergebnis voll und ganz wettgemacht.

Wie erwähnt verwenden ich SCS das hautschonendste Tensid, aber das ist reine Geschmacksache. Ich würde euch wärmstens empfehlen verschiedenste Tenside zu testen. Jede Haut ist anders und verträgt bestimmte Tenside gut, oder eher weniger gut. Vielleicht solltet ihr einfach mal mit der halben Menge der Zutaten einen Test starten.

Die Angegebene Menge reicht für ca. drei Shampoobars.

Shampoobar Zitronen

  • 160 g SCS in Pulverform
  • 20g Melissenhydrolat
  • 20g Babassubutter
  • 10g Avocado Öl kaltgepresst
  • 6 Beutel Kamillentee BIO
  • 1/2 TL Honig
  • Schale einer halben Bio Zitronen
  • 10 Tr. Ätherischesöl Zitrone
  • 5 Tr. Ätherischesöl Geranien
  • 3 Tr. Ätherischesöl Melisse (unecht)

Eine Silikonform in Seifenform (alternativ können auch per. Hand Bälle geformt werden) zwei Schüsseln, ein Wasserbad,  eine Waage, Handschuhe

Die Babassubutter, Honig, Melissenhydrolat und Zitronenschale in einen Schüssel geben und auf dem Wasserbad vorsichtig erwärmen, in der zwischen Zeit die Kamillenteebeutel aufschneiden und den losen Tee mit dem SCS in einer Schüssel vermischen. Vorsicht das SCS kann etwas Stauben, nicht einatmen am besten bei geöffneten Fenster vermischen. Als nächstes wenn vorhanden, die Silikonform in Reichweite vorbereiten. Nun geht’s ans mischen. Die Handschuhe überstreifen und ganz schnell die Öl, Hydrolat, Honigmischung zum SCS geben. Die Masse gut mit den Händen durchmischen und in die Handwarme Masse die Ätherischen Öle beigeben. Die Masse in die vorbereitete Silikonform drücken, wenn keine zur Hand, einfach Kugeln aus der Masse formen.

Diese Formen am besten über Nacht stehen lassen, min. aber 12 Stunden! Dann stürzen und gleich unter der Dusche testen! 🙂 ( Der Shampoobar sollte immer Gut abtropfen können, da sie sonst sehr weich wird uns sich schnell verbraucht!)

Ich bewahre die nicht gebrauchten Shampoobars in einem geschlossen Gurkenglas auf, so bleibt der Duft sehr gut erhalten. Nach Gebrauch lege ich den Bar auf eine Seifenschale, wo er gut abtropfen kann.

Für eine schöne Farbe oder Duft ist natürlich eine Zugabe von Mineralfarben, Farbiger Heilerde etc.  oder Seifendüften möglich…