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Upcycling – Yogamatte

Vor einiger Zeit schon habe ich mir eine neue Yogamatte gegönnt. Die alte hat sich schon in alle Richtungen gezogen und ich habe nur mehr herum gewackelt.

Aber was tun mit der alten Matte, verschenken wollte ich sie nicht, da sie nicht wirklich mehr als Yogamatte taugt und doch schon einige Jahre auf den Buckel hat. Entsorgen kam auch nicht in Fragen, dafür finden ich das  Upcycling Thema zu spannend!

Nach längeren hin und her habe ich nun doch einige Verwendungsmöglichkeiten gefunden.

  1. Yogamatte als Unterlage für den Stepper, somit weniger Lärm beim trainieren! Und keine Ölflecken mehr auf dem Boden. Nachbarn und Vermieter danken es mir 😉Upcycling Yogamatte
  2. Yogamatte als Unterlage für Straßenschuhe, abwaschbar und schützt den Boden perfekt vor Schneematsch und Wasser! Jetzt kommt die Zeit ja wieder! Juhuuuuu!Upcycling Yogamatte
  3. Yogamatte als Schalldämpfer für die Waschmaschine, wenn die mal wieder Schleudert hebt’s einen nicht mehr vom Sofa hoch! 😂 IMG_1972

Jetzt habe ich noch ein großes Stück übrig…??

Wie würdet ihr eine Yogamatte wiederverwenden? Würdet ihr sie überhaupt wiederverwenden? Über eure Kommentare würde ich mich auf jeden Fall freuen!

Alles Liebe!

Silvia

Aloe Vera – Wundermittel aus der Natur

Voller Freude habe ich heute wieder mal meine Aloe Vera Planzen bemuttert. Ich scheine  ein besonderes Talent dafür zu haben dass diese immer mehr werden! 😉

Das hat mich dazu inspiriert mich mit dem Thema näher zu beschäftigen und besonders die Verwendung dieser Planzen zu studieren. Jeder hat schon von Aloe Vera gehört, div. Kosmetik Konzerne werben mit schönen Bilder auf der Verpackung für Feuchtigkeit, Straffe Konturen und für die Gesundheitsfördernden Eigenschaften der Pflanze. Leider wie so oft ist der tarsächliche Anteil der Pflanze in den Produkten relativ gering. Um das volle Potenzial der Wirkstoffe auszunutzen sollte man sich am besten eine Pflanze anschaffen, hegen und pflegen und dann für die eigene selbstgemachte Kosmetik verwenden! Wie das geht erfährt ihr natürlich gleich hier!

Kleine Pflanzenkunde und Pflege

Aloe Vera ist ein Liliengewächs eine Wüstenpflanzen und kommt in der Natur vorwiegen in den Tropen (Kuba, Yucatan …) vor. Die Pflanze ist unempfindlich in der Pflege! Also auch für den Gartenlaien leicht zu kultivieren. Bei den großen Planzen wachsen immer wieder kleine Schösslinge nach, diese setzte ich im Frühjahr in eine leichte Garten/Blumenerde in einzelne kleine Töpfe um und stelle sie an einen Halbschattigen Platz im Garten, wo sie in Ruhe anwachsen können. Gegossen wird nur mäßig,also wirklich nur wenn die Erde völlig trocken ist. Meine Erfahrung ist das die Pflanzen Volle Sonne schlecht vertragen, deshalb besser einen Platz im Schatten wählen.

Im Winter wandern die Pflanzen dann ins Haus, an einem hellen kühlen Standort. Wichtig: Je kühler der Platz desto weniger gießen, da sonst Fäulnisgefahr besteht!

Verwendung

Verwendet wird das Fruchtfleisch der Pflanze, das durchsichtige klare Gel, nicht aber der etwas gelbliche Pflanzensaft der gleich nach dem Abschneiden austritt. Dieses Harz wie es in Fachkreisen genannt wird, wirkt bei innerlicher Anwendung abführend und Reiz die Haut. Ich verwende nur die Blätter der ältesten Pflanzen, da laut Studien die vollen Wirkstoffe erst in 5 Jahre alten Planzen voll entwickelt werden.

Das Gel kann gleich frisch verwendet werden z.B. innerlich zu einem Smoothie, direkt auf die Haut als Erfrischung im Sommer oder zur schnellen Hilfe bei Sonnenbrand, als Maske pur oder gemischt mit Heilerde, Topfen…. die Verwendungsweisen sind unendlich. Für spätere Kosmetische Verwendung kann das Gel aber auch konserviert werden. Wie das geht erfährt ihr gleich im Anschluss.

Möglich ist es auch nur einen Teil des Blattes zu verwenden und den Rest im Kühlschrank aufzubewahren. (Haltbarkeit im Kühlschrank ca. 7 – 10 Tage)

Ernten der Pflanze

  1. Eines der unteren Blätter der ältesten Pflanze mit eine scharfen Küchenmesser abschneiden.
  2. Diese Blatt oben ebenfalls abschneiden und min. 1 Stunden in ein Glas stellen damit das Harz abfließen kann. Das Harz erkennt man an seiner gelblichen Farbe. Es kann aber sein das sehr wenig Harz im Blatt vorhanden ist, das war diesmal bei mir der Fall vielleicht liegt das an der Jahreszeit.
  3. Blatt an der runden Seite schälen, da das Gel dann leichter abzuschaben ist.
  4. Gel weiterverarbeiten z.B. zu einem leckeren Smoothie oder einem Erfrischendem Gesichtsfluid

 

Konservierung des Gels

Ihr braucht:

  • 10 Tropfen Biocons
  • 50 ml Hydrolat eurer Wahl oder destilliertes Wasser
  • Aloe Vera Gel von einem größerem Blatt
  • 96% Alkohol zum desinfizieren des Schraubglases
  1. Biocons, Hydrolat und Aloe Vera Gel in einen Standmixer geben und pürieren. Das ganze funktioniert natürlich auch mit einem Stabmixer… 😉
  2. Schraubglas mit 96% Alkohol desinfizieren (kleine Menge Alkohol ins Glas geben und Schütteln) Gel in das Schraubglas füllen und beschriften. Haltbarkeit im Kühlschrank ca. 1 Monat.

Das konservierte Gel verwende ich nur für die äußerliche Anwendungen. (z.B. Erfrischendes Gesichtsfluid )

Viel Spass & Alles Liebe!

Silvia

 

 

 

Disclaimer: Aus rechtlichen Gründen, muss ich darauf hinweisen, dass ich weder Mediziner noch Kosmetikerin bin. Ich gebe nur meine Erfahrungen über Wirkungsweisen und Eigenschaften weiter. Wenn ihr meine Rezepte nachmacht, tut ihr das auf eigenen Gefahr. Meine Beiträge dienen der Information und stellen keine Heilversprechen dar bzw. ersetzten sie keine Diagnose durch einen Arzt oder Therapeuten.

Erfrischendes Gesichtsfluid

Vor ein paar Jahren war ich in einem Kosmetiksalon, hier habe ich mir eine Gesichtsbehandlung machen lassen. Eineinhalb Stunden abschalten bedeutet das für mich, nur leider wie fast bei jedem Besuch in solchen Salons, ist man später un einige Produkte reicher. Hier ging ich nun mit einem Gesichtsfluid mehr nachhause, das trägt man nach dem klären mit Gesichtswasser auf die Haut auf. Kein schlechte Sache, macht die Haut irgenwie weicher und ebenmäßiger und die Falten scheinen auch weniger aufzufallen. Aber das wird eher damit zusammen hängen, dass man sich hier noch mehr Gutes tut, denke ich. 😉

Auf jeden Fall habe ich mich an Fluids gewöhnt und möchte nun diesen extra Schritt am Morgen nicht mehr missen, um das mit einem natürlichen Produkt zu tun, wo ich vor allem die Inhaltsstoffe kenne, habe ich mir hier eine Fluid nach meinem Vorlieben gebastelt. Mein Rezept ist mit drei verschieden Hydrolaten, von Pflanzen die ich besonders gerne habe. Wie alle meine Rezepte kann auch dieses abgewandelt werden, z.B mit nur einem Hydrolat (Rose, Melisse, ect.) oder statt Hydrolat mit einem Kräuter-sud. Nur sollte man hier dann die begrenzte Haltbarkeit beachten!

Wichtig ist hier auch immer sehr sauber zu arbeiten, am besten alle Arbeitsmaterialien mit 98% Alkohol reinigen, das verlängert die Haltbarkeit des fertigen Produktes immens!

Rezept Gesichtsfluid

Zutaten

  • 1,25 g Xanthan
  • 5 g Aloe Vera Gel
  • 25g Pfefferminzhydrolat
  • 25g Melissenhydrolat
  • 25g Rosmarienhydrolat
  • 5 Tr. Vitamin E
  • 10 Biokons
  • 3 Tr. Sandornfruchtfleischöl

Alle flüssigen Zutaten in ein großes Becherglas geben und mit dem Stabmixer oder Milchaufschäumer mixen, dann das Xanthan untermischen und gut durchmixen. Es entsteht ein Gel, das leicht auf die Haut aufzutragen ist und schnell einzieht. Das Gel in eine sauberes, desinfiziertes Gefäß (z.B. Pumpflasche) füllen und beschriften.

 

Viel Freude damit!

Alles Liebe!

Silvia

Badepralinen

Durch einen Lustigen Zufall kam ich auf Badepralinen, ich machte eine Zutaten Bestellung für die erste Seife die ich sieden wollte, ich war etwas verwirrt durch die Angaben auf der Händler Website und die Materialien klangen noch etwas kompliziert, auf jeden Fall wollte ich NaOH (Natriumhydroxid) bestellen. Die Überraschung war dann groß als ich für die Seife auf dem Balkon die Natronlauge anrühren wollte, ausgerüstet mit Schutzbrille die aussieht wie eine Taucherbrille, zugegeben die ist vom Baumarkt, sieht aber zur Freude meiner Nachbarn witzig aus, und mit extra langen Gummihandschuhen rührte ich die Lauge, die irgenwie keine Lauge werden wollte, das Pulver wollte und wollte sich einfach nicht auflösen…

Keine Lauge keine Seife, also ging ich meine Bestellung nochmal durch und befragte Google was ich bitte hier gekauft hatte und dann die Erleuchtung, ich hatte Natron (Natriumhydrogencarbonat) gekauft, das verwendet mann auch zum Kuchen backen. Kein Wunder das meine Lauge nichts wurde. 😉

Leider hatte ich jetzt 1kg Natron herumliegen, dass ich nicht mehr retour schicken konnte, so befragte ich wieder mal Google ob es hier nicht noch eine Andere Möglichkeit der Verwendung gibt, außer Kuchen backen. Das wäre ja ein Lebensvorrat an Backpulver…

Lange Rede, Kurzer Sinn ich fand eine Rezept für Badepralinen, ich Bade gerne mein bessere Hälfte auch, also warum nicht. So gleich macht ich mich daran und die Badepralinen wurden ein Traum. In Laufe der Jahre entwickelten sich Rezepte mit verschiedensten Farben, Düften und Materialien. Eines Davon möchte ich euch hier zeigen, es ist wirklich Einfach und schnell gemacht. Die Pralinen eignen sich sehr gut als Geschenk, vielleicht für die Mama zum nächsten Muttertag?

Zweifarbige Badepralinen 

Zutaten:

  • 300g Natron (Natriumhydrogencarbonat) 😉
  • 150g Zitronensäure
  • 75g Maisstärke oder Kartoffelstärke
  • 75g Kakaobutter

Für die Gelbe Farbe:

  • 1Tl Kurkuma
  • 1 Teebeutel Kamillentee
  • 1 Teebeutel Kräutertee
  • 2 Tl Ringelblumenblüten
  • 10 Tr. Äther. Melissen Öl
  • 5 Tr. Äther. Zitronen Öl
  • 10 Tr. Äther. Minze Grün Öl

Für die Lila Farbe

  • 1 Tl Lila Tonerde
  • 1 Tl Hibiskuspulver
  • 2Tl Rosenknospen
  • 10 Tr. Äther. Palmarosa Öl
  • 10 Tr. Äther. Bergamotte Öl
  • 10 Tr. Äther. Geranium Öl

3 Eiswürfelsilikonformen (IKEA Fund) oder andere Silikon Pralinenformen

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Natron, Stärke und Zitronensäure in ein Schüssel geben, die Kakaobutter über den Wasserbad verflüssigen. Die Zutaten für die zwei Farben extra in Schüsseln vorbereiten. Kakaobutter zu der Natron, Zitronensäure Stärke Mischung geben und gut durch mischen. Anschließend die Masse in zwei Schüsseln aufteilen, und jeweils die Zutaten für die Farben untermischen. Wir haben jetzt ein Schüssel mit Gelber Masse und eine mit Roter Masse.

Einen kleinen Teil Gelber Masse in die Formen drücken, gut andrücken damit die Pralinen später nicht zerfallen, anschließen einen Teil Roter Masse in die Form drücken. Hier auch wieder gut andrücken. Wenn die Gesamten Masse aufgebraucht ist die Formen an einen kühlen Ort 24 Stunden trocknen lassen.

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Nach dem Trocken die Pralinen aus den Formen lösen und wenn gewünscht in Pralinenpapiertütchen setzten. Ich bewahre die Pralinen in einem großen Gurkenglas mit Schraubverschluss auf, um das Aroma zu schützen.

Und jetzt Baden, genießen oder Mama schenken!  (1-2 Pralinen für ein Vollbad)

 

Hier ein kleiner Nachtrag, ich habe mal wieder experimentiert eine neue Variante Badepralinen – Erkältungsbad/Fußbad findet ihr hier Badepralinen – Erkältungsbad

Viele Freude damit! 🙂